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  • Worauf achten beim Welpenkauf? Welpenentwicklung & Züchter-Check

    Kennst du das Gefühl, wenn du vor einer Wurfkiste mit sechs Welpen stehst und alle gleich zuckersüß sind? Genau in diesem Moment fallen die Würfel für die nächsten 12 bis 15 Jahre. Damit aus dem ersten Herzklopfen keine spätere Überraschung wird, zeige ich dir hier genau, worauf du beim Welpenkauf achten solltest. Viele Hundehalter, die später zu mir in die Hundeschule nach Hof kommen, sagen rückblickend denselben Satz: „Hätte ich damals gewusst, worauf ich achten muss.“

    Genau darum geht es in diesem ersten Teil meiner Serie: Wie läuft die Entwicklung der Welpen ab – und wie ziehst du daraus die richtigen Schlüsse für deinen Welpenkauf? Egal, ob du gerade überlegst, deinen ersten Hund anzuschaffen, dich fragst, welche Rasse zu deinem Alltag passt, oder eine professionelle Rasseberatung suchst: Die Weichen werden früh gestellt.

    Hundemutter säugt ihren frisch geborenen Wurf Welpen.
    Nach der Geburt erstmal ankommen: In den ersten Wochen zählen nur die Mutter, Trinken und ganz viel Ruhe.

    Worauf achten beim Welpenkauf? Die Zeit vor dem Einzug entscheidet

    Wenn dein Welpe mit acht bis zwölf Wochen bei dir einzieht, hat er schon eine Menge erlebt. Er ist geboren worden, war blind und taub, hat sehen und hören gelernt, seine Geschwister kennengelernt, erste Grenzen von der Mutterhündin bekommen und viel über die Welt gespeichert. All das passiert bereits in der Aufzuchtstätte, nicht erst bei dir.

    Deshalb sage ich im Training so oft: Die Auswahl der passenden Welpenaufzucht ist die wichtigste Trainingsentscheidung, die du je triffst. Danach kannst du noch viel bewirken – aber du arbeitest immer auf dem Fundament, das dort gelegt wurde.

    Die vier Abschnitte bis zur 12. Woche

    Pränatale Phase – schon vor der Geburt

    Die Entwicklung beginnt im Bauch der Mutter. Wie es der Hündin während der Trächtigkeit geht, wirkt sich messbar auf ihre Welpen aus. Steht die Mutter dauerhaft unter Stress, verändert das nachweislich die Gehirnentwicklung der Kleinen – später kann sich das als Nervosität oder geringe Belastbarkeit zeigen.

    Was das für dich bedeutet: Frag die Verkäufer ganz offen, wie die Hündin die Trächtigkeit verbracht hat. Eine Hündin, die entspannt im Familienalltag lebt, gibt ihren Welpen etwas ganz anderes mit als eine, die im Zwinger sitzt oder ständig Unruhe ausgesetzt ist.

    Ein acht Tage alter Welpe liegt mit geschlossenen Augen behutsam in einer Hand.
    Ein Welpe in der 1. Woche. Hier wird der Welpe bereits an die Hand gewöhnt. Er ist dort sicher und hat nichts zu befürchten.

    1. bis 2. Woche: Die neonatale Phase (Neugeborenenzeit)

    Welpen kommen blind und taub zur Welt. Sie können hell und dunkel unterscheiden und auf ganz kurze Entfernung riechen – mehr geht noch nicht. Ihr Leben besteht aus Wärme, Milch und Schlaf. Selbst das Lösen klappt nur mit Hilfe der Mutter. In dieser Zeit braucht es außer Ruhe und einer guten Mutterhündin nicht viel.

    2. bis 3. Woche: Die Übergangsphase

    Jetzt geht buchstäblich das Licht an: Die Augen öffnen sich, kurz darauf die Ohren. Die Welpen stehen, laufen, hüpfen, spielen zum ersten Mal miteinander und klettern aus der Wurfkiste. Die Milchzähne kommen. Und jetzt beginnt die eigentliche Arbeit in der Wurfstätte: Die Kleinen sollen erste, freundliche Eindrücke von der Welt bekommen – Alltagsgeräusche, verschiedene Untergründe unter den Pfoten und ruhiges Anfassen am ganzen Körper.

    Mein Profi-Tipp für dich: Frag beim Besuch gezielt nach, was in dieser Zeit mit dem Wurf gemacht wird. Läuft im Welpenzimmer auch mal ein Staubsauger? Gibt es unterschiedliche Böden, ein bisschen Raschelfolie oder eine Wippe? Ansprechpartner, die dazu ausführlich erzählen können, haben ihre Hausaufgaben gemacht.

    Ein Welpe richtet sich auf den Hinterbeinen auf, um bei der Mutter zu trinken.
    Aktive Phase in der 4. Woche: Die Motorik wird deutlich stabiler, sodass die Welpen beim Trinken bereits neue Positionen ausprobieren.

    3. bis ca. 18. Woche: Die sozial-sensible Phase – die wichtigste Zeit im ganzen Hundeleben

    Das ist das Herzstück. „Sozial-sensibel“ klingt sperrig, meint aber etwas ganz Einfaches: eine Zeit, in der das Gehirn besonders aufnahmefähig ist. Ein Welpe lernt jetzt anders als jemals wieder in seinem Leben. Er braucht keine Belohnung, um sich etwas zu merken. Lernen strengt ihn nicht an, es passiert einfach nebenbei. Was hier abgespeichert wird, sitzt besonders fest. Am aufnahmefähigsten ist er ungefähr in der siebten Lebenswoche.

    Zwei Dinge laufen dabei gleichzeitig:

    • Sozialisierung (Gewöhnung an alles, was lebt): andere Hunde, Menschen, Kinder, Katzen, im besten Fall auch mal ein Pferd auf der Koppel.
    • Habituation (Gewöhnung an alles, was nicht lebt): Gitterroste, Autofahrten, Regenschirme, das Rumpeln eines Rollkoffers oder der Staubsauger.

    Zusammen legen die beiden das Muster an, nach dem dein Hund den Rest seines Lebens urteilt. Und dieses Muster ist erstaunlich einfach: Was er kennt, macht ihm keine Angst. Bei allem Unbekannten ist er erst mal vorsichtig. Ein Welpe, der bis zur achten Woche nur Wiese und Zwinger gesehen hat, muss den ganzen Rest später mühsam nachholen – und er erreicht dabei selten die Selbstverständlichkeit, die er in dieser Phase geschenkt bekommen hätte.

    Ein Welpe spielt aktiv mit einem Geschwisterwelpen auf einer Decke.
    Geschwisterspiel in der 6. Woche: Das spielerische Raufen schult die Motorik, das Sozialverhalten und das erste Gefühl für die eigene Beißhemmung im Wurf.

    Welche Charakterzüge du schon sehen kannst – und was nicht

    Ab etwa der sechsten bis siebten Woche zeigen sich die Grundzüge des Wesens. Nicht der fertige Charakter, aber die Richtung. Und die Unterschiede innerhalb eines Wurfs sind oft deutlicher, als man denkt.

    Worauf ich achte, wenn ich Kunden aus dem Landkreis Hof zur Welpenbesichtigung begleite:

    • Wer kommt zuerst? Setz dich ruhig auf den Boden und warte ab. Der Welpe, der als Erster angeflitzt kommt, ist meist der Draufgänger. Der, der erst schaut und dann kommt, ist häufig der überlegte Typ. Der, der in der Schlafecke liegen bleibt, ist der Zurückhaltende. Das muss kein schlechter Hund sein – aber er braucht später mehr Geduld und weniger Trubel.
    • Wie schnell fängt er sich wieder? Das ist für mich der wichtigste Punkt überhaupt. Lass etwas Harmloses zu Boden fallen, zum Beispiel einen Schlüsselbund. Fast jeder Welpe zuckt kurz zusammen. Entscheidend ist, was danach kommt: Geht er nach zwei, drei Sekunden neugierig hin und schaut nach? Oder verkriecht er sich und bleibt minutenlang verunsichert? Diese Erholungsfähigkeit sagt mehr über den späteren Alltagshund aus als purer Mut.
    • Folgt er dir? Steh auf und geh ein paar Schritte weg. Ein Welpe, der von sich aus hinterhertrottet, bringt eine gute Portion Interesse am Menschen mit.
    • Wie reagiert er auf Bewegung? Zieh ein Stofftaschentuch oder ein Grasbüschel über den Boden. Der Welpe, der sofort hinterherschießt, es packt und festhält, hat jetzt schon richtig Spaß am Jagen. Das ist der Kandidat, bei dem du später intensiv am Jagdverhalten arbeiten wirst. Bei Rassen, die dafür gezüchtet wurden, ist das völlig normal – du solltest nur wissen, was auf dich zukommt.
    • Lässt er sich anfassen? Nimm ihn vorsichtig hoch, dreh ihn kurz auf den Rücken, fass Pfoten und Ohren an. Wehrt er sich massiv, oder entspannt er sich nach kurzem Zappeln wieder?

    Eine ehrliche Einordnung: Es gibt fertige Testverfahren für Welpen, mit denen manche Abgabestellen arbeiten – etwa der Campbell-Test oder der ausführlichere Puppy Aptitude Test nach Volhard (in der 7. Woche). Solche Tests sind interessant und geben Tendenzen an. Eine exakte Vorhersage sind sie nicht. Ein Welpe hat noch keinen fertigen Charakter. Was aus seiner Anlage wird, entscheidet sich in den Monaten danach – durch deine Erziehung, gute und schlechte Erfahrungen und das allgemeine Leben. Nimm diese Beobachtungen also als Orientierung, nicht als starres Gutachten.

    Zwei Welpen in der 7. Lebenswoche erkunden neugierig eine Holzrampe im Außenbereich.
    7. Lebenswoche: Höchste Aufnahmefähigkeit – jetzt zeigen sich erste Tendenzunterschiede im Wesen.

    Die Checkliste für den Besuch vor Ort

    Diesen Teil solltest du auf keinen Fall abkürzen, wenn du einen Welpen kaufen möchtest:

    • Die Mutterhündin ist immer dabei: Sie muss vor Ort sein, sich entspannt um ihre Welpen kümmern und sich dir gegenüber freundlich verhalten. Wird sie nicht gezeigt, brich den Besuch ab. Ohne Ausnahme.
    • Aufzucht im Wohnbereich: Die Welpen leben im Haus mitten im Familienalltag, nicht abseits im Zwinger, im Schuppen oder in der Garage. Nur im Haus lernen sie Waschmaschine, Türklingel und Besuch von Grund auf kennen.
    • Sauber, aber lebensnah: Wurfkiste und Welpenbereich sind gepflegt, Spielzeug und verschiedene Untergründe stehen zur Verfügung.
    • Mehrere Besuche erwünscht: Gute Ansprechpartner freuen sich über dein Interesse und drängen dich niemals zu einer Entscheidung beim ersten Treffen.
    • Gegenfragen stellen: Wie wohnst du, wie lange wäre der Hund allein, gibt es Kinder, welche Erfahrung bringst du mit? Wer keine Fragen stellt, sucht meist keinen passenden Platz, sondern nur einen schnellen Abnehmer.
    • Verantwortungsvolle Wurfplanung: Selten mehr als ein bis drei Würfe im Jahr und meist Konzentration auf eine Rasse.
    • Erholungszeiten der Hündin: Eine Hündin sollte nach einem Wurf ausreichend Zeit bekommen. Der Zeitraum zwischen den Würfen sollte mindestens 18 bis 24 Monate betragen, damit sich der Körper vollständig regenerieren kann.
    • Gesundheit & Nachweise:
      • Bei den Elterntieren: Lückenlose Nachweise über rassespezifische Untersuchungen (z. B. HD, ED, Augenkrankheiten, Gentests) sowie offizielle Ahnentafeln (z. B. VDH/FCI). DNA-Gentests der Eltern stellen sicher, dass erblich bedingte Rasseerkrankungen gezielt ausgeschlossen werden.
      • Bei den Welpen: Impfpass, ärztliche Untersuchung, Entwurmung und die für die Rasse üblichen Gesundheitschecks.
    • Abgabealter: Frühestens mit acht Wochen. Zehn bis zwölf Wochen sind oft noch besser, weil der Welpe dann länger von seinen Geschwistern und der Mutter lernen kann.
    Drei Welpen schlafen gemeinsam gekuschelt im Sand unter dem Schatten eines Wagens.
    Habituation in der 7. Woche: Die Welpen lernen ihre Umwelt kennen, zum Beispiel den Strand. Ausreichend Schlaf ist essenziell, damit Reize positiv abgespeichert werden.

    Warnsignale, bei denen ich sofort abbreche:

    • Die Übergabe soll auf einem Parkplatz, an einer Raststätte oder schnell an der Haustür stattfinden.
    • Die Mutterhündin wird dir nicht gezeigt oder sei angeblich „gerade beim Tierarzt“.
    • Die Welpen wirken apathisch, haben verklebte Augen, aufgeblähte Bäuche oder Angst vor Menschen.
    • Der Verkäufer baut Kaufdruck auf („Wenn Sie ihn heute nicht mitnehmen, nimmt ihn jemand anderes“).

    Welpenkauf aus dem Ausland: Tollwut & EU-Bestimmungen

    • Mindestalter von 15 Wochen: Eine Tollwutimpfung darf frühestens im Alter von 12 Wochen verabreicht werden. Erst nach einer gesetzlichen Wartezeit von weiteren 21 Tagen gilt der Impfschutz als offiziell gültig.
    • Keine Ausnahmen für Deutschland: Deutschland gestattet keine Ausnahmeregelung für die Einfuhr ungeimpfter oder noch nicht voll geschützter Welpen. Jeder Welpe aus dem Ausland, der jünger als 15 Wochen ist, wird illegal über die Grenze gebracht.
    • Dokumente & Kennzeichnung: Der Transponder (Mikrochip) muss zwingend vor der Tollwutimpfung gesetzt worden sein. Der EU-Heimtierausweis muss die Chipnummer und die eingetragene Impfung lückenlos belegen.
    • Risiko bei Fracht und Transport: Werden Welpen jünger als 15 Wochen angeboten, drohen bei Kontrollen hohe Quarantänekosten für den Käufer oder die Rückbeförderung ins Herkunftsland.
    Ein Welpe steht am Zaun und schaut aufmerksam zu einem Pferd hinüber.
    Vielseitige Sozialisierung in der 8. Woche: Frühe, positive Begegnungen mit anderen Tierarten wie Pferden und der Kontakt zu Kindern legen bereits in der Zuchtstätte den Grundstein für einen gelassenen Alltagsbegleiter.

    Und dann? Der Welpe zieht ein

    Der Umzug fällt mitten in die aufnahmefähigste Zeit. Dein Welpe kommt also genau in dem Moment zu dir, in dem er am meisten aus seiner Umwelt mitnimmt. Das ist eine riesige Chance – und gleichzeitig die Zeit, in der die meisten Fehler passieren, meistens aus lauter gutem Willen.

    Darum geht es in Teil 2 meiner Reihe: Von der Fahrt ins neue Zuhause bis zur Pubertät. Und wenn dein Hund dann ins zweite Lebensjahr kommt, wartet eine weitere spannende Phase, die ich in Teil 3 beschreibe: Von der ersten zur zweiten „Pubertät“. >> Folgt demnächst!

    Fazit & deine Beratung vor dem Hundekauf im Landkreis Hof

    Die Herkunft deines Hundes prägt sein ganzes Leben. Ich berate dich deshalb gerne schon vor der Entscheidung – egal ob Rassewelpe oder Tierschutzhund: Gemeinsam schauen wir, wer wirklich zu deinem Alltag passt. Bei einem „gebrauchten“ Hund begleite ich dich auf Wunsch auch direkt zum Kennenlernen, um einzuschätzen, welche Vor- und Nachteile sowie Aufgaben auf dich zukommen.

    Sobald dein Welpe eingezogen ist, legen wir im Welpentreff bei Tail Titans in Hof-Wölbattendorf den Grundstein für die nächsten Jahre: in kleinen Gruppen, mit fairem Training und viel Zeit für deine Fragen.

    JETZT unverbindlich bei mir anfragen >>

  • Rückblick: Kennenlern-Tag in der Hundeschule Hof – Mai 2026!

    Im Mai konntest du mich, Sonja, und meine neue Hundeschule in Hof – Tail Titans persönlich kennenlernen! Am Samstag, den 09. Mai, habe ich den Platz für ein paar Stunden in eine Erlebniswelt für dich und deinen Hund verwandelt. Für deinen Hund war so viel Trubel nichts? Kein Problem, viele Zweibeiner waren auch ohne Hund herzlich willkommen und haben die Gelegenheit genutzt, einfach so bei mir vorbeizuschauen und Platzluft zu schnuppern!

    Hundetraining zum Mitmachen: Das Programm auf dem Hundeplatz

    Wir starteten pünktlich um 10:30 Uhr direkt mit der ersten Mitmachstation. Danach habe ich dir nacheinander meine verschiedenen Angebote vorgestellt. Euch erwartete unter anderem:

    Gemütliche Picknick-Runde: Zum Abschluss gegen 13:30 Uhr haben wir uns Zeit für ein Picknick und einen entspannten Austausch unter Gleichgesinnten genommen. Das Veranstaltungsende war um 14:00 Uhr.

    Mitmach-Zonen & Stempel-Aktion: Einblicke in Gruppen wie Beschäftigung, Agility, Longieren oder Frisbee standen auf dem Programm. Ihr konntet mit euren Hunden direkt reinschnuppern und alles ausprobieren!

    Dein exklusives Starter-Set: An jeder Station wurden fleißig Stempel auf den Karten gesammelt. Wer mitgemacht hat, konnte seine Karte am Ende gegen ein tolles Starter-Set eintauschen.

    Welpen-Entdecker-Zone: Für die ganz Kleinen stand ein Abenteuerspielplatz mit verschiedenen Untergründen, Tunneln, einem Bällebad und vielem mehr bereit.

    Exklusiver Bonus für dein Training bei Tail Titans 🎁

    Viele haben direkt vor Ort die Gelegenheit genutzt und einen individuellen Termin gebucht, an dem ich mir in einem persönlichen Kennenlernen ausgiebig Zeit für alle Wünsche und aktuellen Themen genommen habe. So konnte ich die Teams noch besser kennenlernen, sehen, wie sie zusammenarbeiten, und ihren gemeinsamen Weg bei Tail Titans planen. Als besonderes Dankeschön gab es beim Kauf der ersten 5er-Karte die 6. Gruppenstunde gratis dazu!

    Ein riesiges Dankeschön geht an euch alle! Ich habe mich riesig gefreut, euch alle auf dem Platz zu sehen und gemeinsam mit euch diesen tollen Tag zu verbringen!

    Wenn du bei meinen nächsten Events dabei sein möchtest und kein Angebot verpassen willst, folge mir auf meinen Social-Media-Kanälen!

  • Warum Zeckenschutz in der Region Hof jetzt wichtiger ist als je zuvor!

    Nahaufnahme einer Zecke auf einem Grashalm in einer Wiese im Hofer Land.

    Die milden Winter in Oberfranken und die spürbare Klimaerwärmung verändern unsere Natur – und damit auch die Gefahr, die von Parasiten ausgeht. Wer in Hof, am Untreusee oder im Frankenwald mit seinem Hund unterwegs ist, merkt es deutlich: Die Zeckensaison ist länger und intensiver als früher. Als Hundetrainerin bei Tail Titans stelle ich fest, dass sich durch die steigenden Temperaturen zudem neue Arten wie die Auwaldzecke oder die Hyalomma-Zecke bei uns ausbreiten. Diese Arten können schwerwiegendere Krankheiten übertragen als der klassische Holzbock. Deshalb ist ein durchdachter Schutz für deinen Hund heute wichtiger denn je.

    Die 3 Zeckenarten im Überblick

    Der Gemeine Holzbock: Er lauert flächendeckend in unseren oberfränkischen Wäldern und Wiesen. Die absolute Hauptgefahr bei dieser Zecke ist die Übertragung von Borreliose und Anaplasmose. Symptome beim Hund: Oft bemerkst du als erstes wechselnde Lahmheiten (der Hund humpelt mal vorne, mal hinten), Fieberschübe, geschwollene Gelenke, Appetitlosigkeit und allgemeine Schlappheit.

    Die Auwaldzecke: Sie breitet sich durch die milden Winter rasant bei uns an Flussufern wie der Saale aus und ist oft schon im Februar aktiv. Sie bringt die gefährliche Babesiose (Hundemalaria) mit sich, die die roten Blutkörperchen zerstört. Symptome beim Hund: Hier ist schnelles Handeln gefragt. Typische Warnsignale sind plötzliches, sehr hohes Fieber, extreme Schwäche, blasse oder gelbliche Schleimhäute und ein auffällig dunkel gefärbter Urin.

    Die Hyalomma-Zecke: Diese riesige, gestreifte Zecke profitiert von unseren immer heißeren Sommern. Anders als heimische Arten wartet sie nicht passiv im Gras, sondern jagt ihren Wirt aktiv über mehrere Meter. Diese auffällig große Zecke kann Bakterien (Rickettsien) übertragen, die beim Hund Fleckfieber auslösen können. Symptome beim Hund: Eine Infektion zeigt sich meist durch Fieber, stark geschwollene Lymphknoten, Teilnahmslosigkeit und in schweren Fällen durch kleine punktförmige Blutungen in den Schleimhäuten.

    Eine wissenschaftliche Grafik, die drei Zeckenarten nebeneinander darstellt: Hyalomma, Auwaldzecke und Gemeiner Holzbock. Ihre tatsächliche relative Größe wird verdeutlicht.
    Achtung bei Hundespaziergängen: Neben dem Holzbock sind auch Auwald- und Riesenzecken (Hyalomma) in Hof auf dem Vormarsch.

    Natürliche Mittel: der sanfte Weg

    Viele Hundebesitzer bevorzugen eine chemiefreie Lösung. Ich empfehle diese Mittel oft für Hunde mit einem sehr empfindlichen Immunsystem. Wichtig zu wissen: Diese natürlichen Mittel wirken alle als sogenannte „Repellents“. Das bedeutet, sie wirken rein abschreckend – sie töten die Zecken also nicht ab, sondern halten sie durch ihren speziellen Geruch lediglich auf Abstand. Allerdings musst du beachten: Die Wirksamkeit der Mittel hängt stark von dem Eigengeruch des Hundes und dem Zeckenvorkommen in deiner Umgebung ab – ein Versuch schadet nicht:

    Öle zum Einreiben:

    • Bekannte Mittel: Kokosöl (Laurinsäure), Schwarzkümmelöl (ins Futter oder aufs Fell, für Katzen hochgiftig!), Bernsteinketten (sollen Zecken durch elektrostatische Aufladung und die Abgabe von ätherischen Ölen/Harzgeruch abwehren)
    • Anwendung: Kokosöl musst du vor jedem Spaziergang in Hofs Wäldern frisch auftragen und ins Fell einmassieren.
    • Vorteile: Keine Chemie, keine Belastung für den Organismus.
    • Nachteile: Deutlich schwächere Wirkung, muss ständig erneuert werden, Wirkung nicht wissenschaftlich belegt.

    Natürliche Sprays (Der schnelle Schutz für unterwegs):

    Neben den Ölen gibt es auch natürliche Repellent-Sprays. Diese sind besonders praktisch, wenn es mal schnell gehen muss.

    • Wirkstoffe: Die meisten dieser Sprays basieren auf Eukalyptus-Citriodora-Öl (Zitroneneukalyptus), Geraniol oder Margosa-Extrakt. Der Geruch hält die Zecken fern.
    • Anwendung: meistens sprüht man vor jedem Gassigang den Hund vor allem an den Beinen, am Bauch und im Brustbereich ein. Wichtig: Den Kopfbereich aussparen!
    • Vorteile: Keine fettigen Rückstände im Fell und sofortige Schutzwirkung.
    • Mein Profi-Tipp für dich: Achte darauf, dass dein Hund das Geräusch des Sprühens nicht als bedrohlich empfindet. Gerade unsichere Hunde erschrecken sich oft vor dem Zischen. Du kannst das Mittel einfach auf ein Tuch sprühen und den Hund damit abreiben, das ist völlig stressfrei und genauso effektiv!

    Spot-ons: Die Klassiker im Nacken

    Spot-ons werden direkt auf die Haut aufgetragen, meist zwischen die Schulterblätter, damit der Hund es nicht ablecken kann. Hier unterscheiden wir zwischen chemischen Keulen und pflanzlichen Varianten.

    Vorteile:

    Unauffällig im Alltag: Der Hund wird beim Spielen oder Rennen im Unterholz nicht durch ein zusätzliches Halsband gestört, an dem er hängen bleiben könnte.
    Einfache Routine: Einmal im Monat (teilweise hält der Schutz auch länger an) kurz in den Nacken getropft, verteilt sich der Wirkstoff über den natürlichen Fettfilm der Haut selbstständig über den ganzen Körper.

    Nachteile:

    Umweltgefahr und Badeverbot: Auch Spot-ons sind hochgiftig für Wasserlebewesen. In den ersten 48 Stunden nach dem Auftragen herrscht absolutes Badeverbot. Aber auch danach wäscht sich bei jedem Sprung in den Untreusee immer ein kleiner Teil des Nervengiftes aus dem Fell in unser Ökosystem.
    Lebensgefahr für Katzen: Das ist ein Punkt, den ich im Training immer wieder betone. Viele chemische Spot-ons enthalten den Wirkstoff Permethrin. Dieser ist für Katzen hochgradig giftig. Wenn deine Katze mit dem Hund schmust, ihn ableckt oder im selben Bett schläft, darfst du diese Mittel auf keinen Fall verwenden.
    Einschränkungen nach dem Auftragen: In den ersten Tagen bleibt oft ein fettiger Fleck im Nacken zurück. Hier sollten gerade kleine Kinder den Hund nicht streicheln und sich danach die Hände in den Mund stecken.
    Hautreizungen: Manche Hunde reagieren genau an der Auftragsstelle im Nacken mit Juckreiz, Rötungen oder sogar Haarausfall.

    Chemische Spot-ons (Die starken Abwehrmittel):

    • Frontline (Wirkstoff: Fipronil): Dieses Mittel tötet Zecken zuverlässig ab, wirkt jedoch nicht abschreckend und ist für Haushalte mit Katzen unbedenklich.
    • Advantix (Wirkstoff: Permethrin): Es wirkt extrem abschreckend auch gegen Mücken, ist aber für Katzen im selben Haushalt absolut lebensgefährlich!
    • Vectra 3D (Wirkstoffe: Dinotefuran/Permethrin): Dieses sehr breit wirkende Präparat schützt auch vor Sandmücken, darf aber wegen des Permethrins ebenfalls niemals bei Katzenkontakt angewendet werden.
    • Verfügbarkeit: Chemische Spot-ons gibt es oft beim Tierarzt oder in der Apotheke, natürliche Varianten findest du im Fachhandel.

    Natürliche Spot-ons (z. B. Bogaprotect, Amigard, Canina PETVITAL Verminex):

    • Diese sanften, rein abschreckenden Alternativen auf Basis von Margosa-Extrakt oder Decansäure (Kokosfett) schonen den Organismus deines Hundes, müssen aber oft schon nach ein bis zwei Wochen neu aufgetragen werden.

    Halsbänder: Schutz für die ganze Saison

    Halsbänder geben den Wirkstoff kontinuierlich über Monate ab. Das ist bequem, bedeutet aber auch eine Dauerbelastung für das Tier.

    Vorteile:

    Bequemer Langzeitschutz: Mit nur einem Handgriff ist der Hund oft für die komplette Zeckensaison (bis zu 8 Monate) geschützt. Man muss nicht jeden Monat an eine Auffrischung denken.
    Sofortiger Abbruch möglich: Das ist für mich ein riesiger Pluspunkt. Wenn ein Hund den Wirkstoff nicht verträgt oder sich unwohl fühlt, kann ich das Halsband einfach abnehmen und die ständige Wirkstoffabgabe stoppt.
    Idealer Urlaubsbegleiter: Gerade wenn es mit dem Hund in den Süden geht, empfehle ich oft spezielle Halsbänder. Manche Modelle bieten nämlich zusätzlich einen zuverlässigen Schutz vor der Sandmücke, die in Mittelmeerländern gefährliche Krankheiten wie Leishmaniose überträgt.

    Nachteile:

    Restrisiko für Wasserlebewesen: Das Halsband vor dem Schwimmen abzunehmen, ist absolute Pflicht. Aber auch dann ist das Baden nicht unbedenklich. Der Wirkstoff hat sich ja bereits über den Fettfilm auf dem ganzen Hund verteilt. Bei jedem Bad in der Saale wäscht sich dieser unsichtbare Film teilweise ab und vergiftet Fische und andere Wasserlebewesen. Es gibt derzeit kaum Halsbänder mit chemischen Wirkstoffen, die für Gewässer wirklich unbedenklich sind.
    Gefahr für Katzen im Haushalt: Genau wie bei den Spot-ons kommen in einigen Halsbändern Wirkstoffe zum Einsatz, die für Katzen toxisch sind. Wenn die Hauskatze sich eng an den Hals des Hundes kuschelt oder ihn dort putzt, droht eine gefährliche Vergiftung.
    Dauerhafter Körperkontakt: Der Hund trägt permanent Chemie am Körper. Wer viel mit seinem Hund kuschelt oder ihn mit ins Bett nimmt, kommt unweigerlich mit dem feinen Puder des Halsbandes in Berührung.
    Verlust- und Verletzungsgefahr: Sehr aktive Hunde können das Halsband beim Toben verlieren oder im schlimmsten Fall an Ästen hängen bleiben.

    Die 3 gängigsten Halsbänder:

    • Seresto: Schützt bis zu 8 Monate gegen Zecken und Flöhe.
    • Scalibor: Beliebt für den Urlaub (schützt auch gegen Sandmücken), Wirkstoff Deltamethrin.
    • Kiltix: Ein echter Klassiker mit der Wirkstoffkombination aus Flumethrin und Propoxur. Hält bis zu sieben Monate, der Wirkstoff verteilt sich oft wie ein feiner Puder auf dem Fell deines Hundes
    • Verfügbarkeit: Meist über den Tierarzt oder die Apotheke (rezeptfrei, aber apothekenpflichtig).
    2 entspannte Hunde schwimmen im Untreusee bei Hof
    Vorsicht beim Baden: Nicht jeder Zeckenschutz ist umweltfreundlich.

    Tabletten: Die „saubere“ Lösung für Wasserratten

    Kautabletten sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden, da sie von innen wirken. Für Hunde, die viel schwimmen oder eng mit Kindern zusammenleben, sind sie ideal, da kein Gift auf dem Fell klebt.

    Vorteile:

    Sicher für den Familienalltag: Da die Tablette von innen wirkt, gibt es kein fettiges Fell und keine Chemie außen am Körper. Kinder können bedenkenlos mit dem Hund kuscheln. Auch Katzen im Haushalt sind hier absolut sicher, da sie keine Giftstoffe vom Fell des Hundes ablecken können.
    Umweltfreundlich beim Schwimmen: Für wasserverrückte Hunde ist das die sauberste Lösung. Wer an den warmen Tagen im Untreusee oder in der Saale baden geht, wäscht keine Umweltgifte in das Wasser. Fische und das gesamte Gewässer bleiben komplett geschützt.
    Kein Wirkstoffverlust: Egal wie oft der Hund nass wird, sich im Schlamm wälzt oder shampooniert wird, die Wirkung bleibt über den gesamten Zeitraum konstant und zuverlässig erhalten.

    Nachteile:

    Wirkung erst nach dem Biss: Tabletten haben keinen abschreckenden (Repellent-)Effekt. Die Zecke krabbelt auf den Hund, muss erst zubeißen und Blut saugen, bevor sie durch den Wirkstoff absterben kann.
    Die Wirkungsdauer ist meinst länger als angegeben, daher am besten mit der nächsten Gabe warten, bis die Wirkung wieder nachgelassen hat.
    Nicht rückgängig zu machen: Das betone ich im Training immer wieder. Wenn ein Hund die Tablette nicht verträgt oder neurologische Nebenwirkungen zeigt, kann ich das Mittel nicht wie ein Halsband einfach abnehmen. Der Wirkstoff zirkuliert bereits im Blut und bleibt für Wochen oder Monate im Körper.
    Systemische Belastung: Das Antiparasitikum geht komplett in den Blutkreislauf über. Der Organismus muss diese Stoffe verarbeiten und abbauen, was besonders bei Hunden mit Vorerkrankungen der Leber oder Nieren problematisch sein kann.
    Wenn dein Hund zum ersten Mal eine Kautablette bekommt, behalte ihn für die erste Woche etwas genauer im Auge. Die meisten akuten Reaktionen wie Magen-Darm-Beschwerden zeigen sich schon in den ersten 24 bis 48 Stunden. Da der Wirkstoff aber im gesamten Blutkreislauf zirkuliert, können seltene neurologische Nebenwirkungen wie Zittern oder ein unsicherer Gang auch erst nach zwei bis drei Tagen auftreten.

    Die 3 gängigsten Tabletten:

    • Bravecto: Bekannt für seine lange Wirkungsdauer von bis zu zwölf Wochen.
    • NexGard: Eine Tablette, die monatlich verabreicht wird und auch gegen Milben hilft.
    • Simparica: Ebenfalls eine monatliche Tablette mit einem sehr breiten Wirkungsspektrum.
    • Frontpro: Eine Kautablette für die monatliche Gabe, die Zecken und Flöhe nach dem Biss sehr schnell abtötet.

    Wo bekommt man diese Tabletten?

    Da es sich um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, erhältst du sie ausschließlich bei deinem Tierarzt in Hof oder der näheren Umgebung. Ein kurzer Check beim Profi ist ohnehin ratsam, um die Dosierung genau auf das Gewicht deines Hundes abzustimmen.

    Collie, Border Collie, Longhaired Whippet und Australian Shepherd auf einem Weg im im Landkreis Hof.
    Achtung, einige Rassen vertragen bestimmten Zeckenschutz nicht!

    Besondere Vorsicht bei bestimmten Rassen: Der MDR1-Defekt

    Wie eingangs erwähnt, gibt es ein Thema, das mir als Hundetrainerin besonders am Herzen liegt. Manche Hunde vertragen die gängigen chemischen Zeckenmittel schlichtweg nicht. Der MDR1-Defekt ist ein Gendefekt, der dazu führt, dass bestimmte Arzneistoffe die Blut-Hirn-Schranke ungehindert passieren können. Was bei einem gesunden Hund kaum Auswirkungen hat, kann bei einem betroffenen Hund zu schweren neurologischen Vergiftungen, Krämpfen oder gar zum Tod führen.

    Prüfe bitte unbedingt, ob dein Hund zu einer der gefährdeten Rassen gehört oder ein Mischling aus diesen ist:

    • Collies (Kurz- und Langhaar)
    • Australian Shepherds und Miniature American Shepherds
    • Border Collies
    • Shelties (Shetland Sheepdogs)
    • Weißer Schweizer Schäferhund
    • Bobtails (Old English Sheepdogs)
    • Longhaired Whippets

    Falls du dir unsicher bist, lässt sich dieser Defekt ganz einfach über einen Gentest beim Tierarzt feststellen. In unserer Region Hof gibt es spezialisierte Praxen, die dich hierzu umfassend beraten können. Sicherheit geht hier definitiv vor, bevor man zu einem starken Spot-on oder einer Tablette greift.

    Mit Verstand schützen statt dauerhaft belasten

    Auch wenn der Schutz vor Krankheiten wie Borreliose extrem wichtig ist, solltest du das System deines Hundes nicht unnötig strapazieren. Viele Präparate haben eine Depotwirkung, die oft länger anhält als angegeben. Ich empfehle: Warte ab. Beobachte deinen Hund genau. Wenn die Wirkung nachlässt und du die erste Zecke entdeckst, ist immer noch Zeit, das Mittel nachzulegen. Ein gesundes Immunsystem ist die Basis für ein langes Hundeleben, daher gilt für mich: So viel Schutz wie nötig, aber so wenig Chemie wie möglich.

    Abschließend gilt für alle Hundefreunde in Hof und Umgebung: Sucht eure Hunde nach jedem Gang durch den Wald oder über die Wiese gründlich ab. Das ist die sicherste und gesündeste Methode, um Krankheiten zu verhindern. Bei Tail Titans stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn du Fragen zur Auswahl des richtigen Mittels oder zum Verhalten im Wald hast. Bleibt gesund und zeckenfrei beim nächsten Ausflug zum Untreusee!

  • Nächtliches Schmatzen: Warum Sodbrennen beim Hund im Winter zunimmt

    Hund vor gelblichem Erbrochenem als mögliches Symptom von Sodbrennen oder Magenübersäuerung

    Kennst du das? Du liegst nachts gerade im Tiefschlaf und plötzlich hörst du dieses rhythmische, fast schon panische Schmatzen aus dem Körbchen. Viele Hundehalter, die zu mir in die Hundeschule Tail Titans in Hof kommen, können sich dieses Verhalten anfangs gar nicht erklären. Doch hinter dem Schmatzen steckt oft ein schmerzhaftes Problem: Sodbrennen beim Hund. Besonders jetzt, wenn es draußen im Hofer Land so richtig ungemütlich wird, häufen sich diese Fälle bei mir im Training.

    Was ist Sodbrennen beim Hund?

    Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt und dort die Schleimhaut reizt. Ähnlich wie beim Menschen verursacht das ein unangenehmes Brennen oder Druckgefühl. Hunde können uns das natürlich nicht sagen – sie zeigen stattdessen bestimmte Verhaltensweisen.

    Anzeichen: Woran erkenne ich Sodbrennen beim Hund?

    Hunde leiden meist nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn der Magen leer ist. Da sie uns nicht direkt sagen können, was wehtut, äußert sich Sodbrennen meist durch diese typischen Verhaltensweisen:

    • Häufiges Schmatzen und schweres Schlucken
    • Exzessives Lecken und Kauen (an sich selbst, an Decken, Wänden oder dem Boden)
    • Nächtliche Unruhe (ständiges Aufstehen, Hinsetzen und Platzwechsel)
    • Panisches Grasfressen beim Rausgehen, um den Magen zu beruhigen
    • Erbrechen von wässeriger, gelber Flüssigkeit (Galle), mit und ohne Futterreste

    Ursachen: Warum bekommen Hunde Sodbrennen?

    Sodbrennen kann viele Gründe haben. Oft ist es nicht nur ein einzelner Auslöser, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

    1. Der Winter-Faktor: Schnee und Streusalz

    In meiner Hundeschule in Hof merke ich jedes Jahr aufs Neue: Sobald der erste Schnee im Hofer Land liegt, häufen sich die Fragen meiner Kunden zum Thema Magenprobleme. Es ist fast schon ein Klassiker in der Wintersaison, dass die Anfragen zu nächtlichem Schmatzen und Unruhe sprunghaft ansteigen. Das hat handfeste Gründe:

    • Schnee fressen und Kälte: Viele Hunde lieben es, im Schnee zu toben und davon zu naschen. Die extreme Kälte reizt die Magenschleimhaut direkt und kurbelt die Säureproduktion massiv an.
    • Die unterschätzte Streusalz-Falle: Das ist ein oft vergessener Punkt. Hunde nehmen das Salz über die Pfoten auf – entweder direkt beim Laufen oder indirekt, wenn sie sich nach dem Spaziergang die Pfoten sauber lecken. Das Salz landet so im Magen und reizt ihn massiv.
      • Tipp: Reinige nach dem Gassigehen die Pfoten mit einem feuchten Tuch oder einem lauwarmen Wasserbad. Das schützt den Magen und verhindert gleichzeitig schmerzhafte Risse an den Ballen.

    2. Nervöser Magen & Stress

    Ein sensibler Hundemagen ist keine Seltenheit. Stress im Alltag spielt eine riesige Rolle, da ein Hund, der innerlich nicht zur Ruhe kommt, vermehrt Magensäure ausschüttet. Typische Auslöser sind:

    • Zu wenig oder falsche Auslastung (gerade wenn die Runden im Winter kürzer ausfallen).
    • Dauerhafte Reizüberflutung oder Unsicherheit.
    • Überforderung im Training.

    Manche Hunde zeigen dann sogenannte Übersprungshandlungen – zum Beispiel exzessives Lecken an Gegenständen oder das hektische Fressen von Gras und Erde. Das ist oft ein Hilferuf eines bereits gereizten Magens. Ein entspannter Hund ist meist auch im Magen-Darm-Bereich deutlich robuster.

    müder Hund mit unruhigem Blick als mögliches Anzeichen für Sodbrennen beim Hund

    3. Rassedisposition: Sind manche Hunde anfälliger?

    Die Genetik spielt eine große Rolle. Besonders anfällig für Sodbrennen sind folgende Gruppen:

    • Sensible Pudel & Hütehunde: Bei Pudeln, Border Collies oder Aussies schlagen Stress und Angst oft direkt auf den Magen.
    • Kurzköpfige Rassen (Mops & Bulldogge): Kurze Speiseröhren oder Zwerchfellbrüche begünstigen hier anatomisch Sodbrennen.
    • Tiefbrüstige Rassen: Große Hunde wie Doggen oder Schäferhunde neigen bauartbedingt eher zu Reflux.
    • Die Allergiker: Terrier und Bulldoggen leiden oft unter Unverträglichkeiten, die sich durch chronisches Sodbrennen äußern.

    4. Medikamente und Fütterung

    Nicht zu unterschätzen sind medizinische Ursachen oder falsche Routinen:

    • Medikamente: Schmerzmittel oder Antibiotika können die schützende Magenschleimhaut angreifen. Hier solltest du immer Rücksprache mit deinem Tierarzt halten.
    • Fütterungsfehler: Zu große Portionen auf einmal, sehr fettreiches Futter oder hastiges Schlingen belasten das System unnötig.

    Was kann man tun? Hilfe für den empfindlichen Magen

    Wenn der Verdacht auf Sodbrennen besteht, sollte bei häufigen Symptomen immer ein Tierarzt konsultiert werden. Zusätzlich kannst du im Alltag viel bewirken:

    • Der Betthupferl-Trick: Eine kleine Portion Futter direkt vor dem Schlafengehen sorgt im Magen für mehr Ruhe. Tagsüber kann es helfen, mehrere kleine Portionen zu geben
    • Nahrungsergänzung: Es gibt Zusätze auf Basis von Tonerde oder Heilerde, die überschüssige Säure binden und den Magen beruhigen können.
    • Stress reduzieren: Sorge für geistige und körperliche Auslastung sowie gezielte Ruhephasen.

    Training und Auslastung – oft unterschätzt

    Viele denken bei Sodbrennen zuerst an das Futter. Doch auch mentale Auslastung und Entspannung spielen eine große Rolle. Ein Hund, der regelmäßig sinnvoll beschäftigt wird, ist ausgeglichener – und das wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus.

    In meinen Kursen bei Tail-Titans in Hof erlebe ich immer wieder, wie stark sich Training, Struktur und gemeinsame Aktivitäten auf das Wohlbefinden auswirken. Ob Tricktraining, Hoopers, Longieren oder entspanntes Alltagstraining – ein ausgeglichener Hund hat meist auch einen stabileren Magen.

    Fazit

    Sodbrennen beim Hund ist unangenehm, aber gut erkennbar, wenn man die Signale kennt. Besonders im Winter kann das Thema durch Schnee, Streusalz und veränderte Bewegung zunehmen.

    Wenn du Unterstützung suchst, um deinen Hund körperlich und geistig in die Balance zu bringen, melde dich bei mir. Gemeinsam sorgen wir für eine entspannte Zeit – für dich und deinen Hund! In meinen Kursen zeige ich dir praxisnah und individuell, worauf es wirklich ankommt. Klicke hier, um dich unverbindlich anzumelden.

  • Wenn’s draußen richtig kalt wird: Wann ein Mantel sinnvoll ist

    Junge Labrador-Mischlingshündin Chapati trägt einen leicht zu großen Hundemantel und steht draußen im Winter.

    Modequatsch oder Kälteschutz? Sobald der eisige Wind durch Hof und ganz Oberfranken pfeift, begegnet mir auf unseren Trainingsrunden ständig dieselbe Frage: Braucht dein Hund jetzt wirklich einen Mantel – oder ist das übertriebener Schnickschnack?

    Die ehrliche Antwort: Es kommt ganz darauf an. Während der eine Vierbeiner Minusgrade locker wegsteckt, zittert der andere schon nach wenigen Minuten. Ich zeige dir, woran du genau erkennst, was dein Hund bei diesem Wetter wirklich braucht.

    Warum Hunde überhaupt auskühlen können

    Auch wenn Hunde einen natürlichen Kälteschutz besitzen, geraten manche schneller an ihre Grenzen. Wird ein Hund zu kalt, belastet das nicht nur sein Wohlbefinden, sondern auch seine Gesundheit. Eine deutliche Abkühlung kann das Immunsystem schwächen – und damit Infektionen begünstigen. Häufige Folgen sind beispielsweise Husten, Blasenentzündungen oder allgemeine Erkältungssymptome.

    Besonders riskant wird es, wenn Hunde nach Regen, Schnee oder dem Baden nicht richtig abgetrocknet werden. Bleibt Feuchtigkeit am Körper, verliert er deutlich schneller Wärme.

    Welche Hunde frieren besonders schnell?

    Es gibt einige Fellnasen, die naturgemäß empfindlicher sind:

    • kleine Hunderassen
    • Hunde ohne Unterwolle oder mit sehr kurzem Fell
    • Welpen, die die Kälte noch nicht kennen
    • Senioren, die nicht mehr so gut regulieren können
    • Hunde mit Herz-Kreislauf-Schwächen
    • Hunde mit Arthrose oder Gelenkproblemen
    • Kälteempfindliche Rassen wie Dobermänner, Boxer, Windhunde

    Das bedeutet aber nicht, dass alle anderen Hunde automatisch „winterfest“ sind. Pfoten, Ohren und Bauch werden bei jedem Hund schnell kalt – egal wie viel Fell er hat. Pflege spielt hier eine Rolle: Gepflegte Pfoten, etwas Pfotenschutzcreme oder das Entfernen von Schneeklumpen nach dem Spaziergang helfen enorm.

    Woran erkenne ich, dass mein Hund friert?

    Hunde zeigen relativ deutlich, wenn sie sich unwohl fühlen. Typische Anzeichen sind:

    • Zittern oder angespanntes Stehen
    • eingezogene Rute
    • langsamer, vorsichtiger Gang
    • geduckte Körperhaltung
    • weniger Freude an Bewegung
    • sie suchen aktiv Nähe oder Wärme

    Wenn diese Signale auftauchen, ist ein Mantel nicht einfach ein „Modetrend“, sondern ein wichtiges Hilfsmittel.

    So schützt du deinen Hund zuverlässig vor Kälte

    Es gibt viele Möglichkeiten, deinem Hund Wärme zu schenken – zu Hause und unterwegs:

    Für draußen:

    • Ein wärmerer Hundemantel, besonders bei Wind, Schnee oder Regen
    • Regelmäßige Bewegung, aber ohne Überforderung
    • Kein längeres Liegen auf kaltem Boden

    Für drinnen:

    • Wärmende Unterlagen wie Hundebetten, Decken oder Wärmematten
    • Hund nach Spaziergängen immer gründlich abtrocknen
    • Zugluft vermeiden, besonders bei jungen und alten Hunden
    Chapati, eine junge Labrador-Mischlingshündin, sitzt im Winter still da und trägt einen Hundemantel, der sie beim Warten warm hält.
    Auch in Ruhephasen gut geschützt – Chapati bleibt beim Warten auch bei Minus-Graden schön warm.

    Kann mein Hund sich erkälten?

    Ja – Hunde können sich genauso erkälten wie wir, auch wenn die Symptome etwas anders aussehen. Typisch sind:

    • Husten oder Würgen
    • Mattigkeit
    • leichte Fieberschübe
    • Halsschmerzen
    • weniger Appetit

    Eine laufende Nase ist beim Hund eher selten. Treten Beschwerden länger auf oder wirken sie ungewöhnlich stark, sollte immer ein Tierarzt drüber schauen – hinter denselben Symptomen können auch Bronchitis oder andere Infektionen stecken.

    Was hat ein Hundemantel mit Training zu tun?

    Tatsächlich mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Besonders Welpen, ältere Hunde oder Vierbeiner mit körperlichen Einschränkungen profitieren nicht nur von zusätzlicher Wärme, sondern auch von passendem Training für die kalte Jahreszeit. Dazu gehören unter anderem:

    • ein angepasstes Wintertraining, das den Körper schont
    • sichere Bewegungsabläufe, um Ausrutschen und Verspannungen zu vermeiden
    • Ruhe- und Entspannungsübungen im Freien
    • das ruhige, stressfreie Anziehen eines Hundemantels
    • gezielte Unterstützung bei Gelenk- und Muskelthemen

    Gerade im Winter zeigen viele Hunde draußen Unsicherheiten, frieren schneller oder entwickeln Verspannungen. Ein gut gewählter Mantel und das richtige Training arbeiten hier Hand in Hand und machen Spaziergänge wieder angenehm.

    Hund friert im Winter? Unterstützung findest du bei Tail Titans in Hof

    In meiner Hundeschule Tail Titans in Hof helfe ich dir dabei, deinen Hund gesund, sicher und entspannt durch die kalte Jahreszeit zu begleiten – egal ob neugieriger Welpe, aktiver Familienhund oder Senior mit besonderen Bedürfnissen.

    Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Hund friert oder wie du ihn optimal an den Winter gewöhnst: In meinen Kursen zeige ich dir praxisnah und individuell, worauf es wirklich ankommt. Fülle jetzt einfach die Kursumfrage aus, um dich unverbindlich anzumelden.

  • Jetzt in Hof: Longieren mit Hund

    Hundetrainerin Sonja beim Longieren mit Kroatischem Schäferhund Garwin in der Hundeschule Hof – Fokus auf Körpersprache und Blickkontakt.

    Hat dein Hund unterwegs nur Augen für andere Dinge und kaum für dich? Wünschst du dir eine tiefere Verbindung und mehr Aufmerksamkeit von Hund? Dann ist Longieren genau das Richtige für euch! Basierend auf den Erfahrungen, die ich in Seminaren bei der Hundeteamschule und Sami El Ayachi gesammelt habe, zeige ich dir, wie du beim Longieren über Körpersprache einen feinen, klaren Dialog mit deinem Hund aufbaust.

    Was macht Longieren so besonders?

    Longieren ist eine einzigartige Möglichkeit, die Distanzarbeit mit deinem Hund auf ein neues Level zu heben. Das Ziel ist es, durch deine Körpersprache und feine Signale eine klare, nonverbale Kommunikation aufzubauen. Sami El Ayachi hat dieses Konzept perfektioniert: Es geht um einen leisen Dialog, bei dem du deinem Hund durch kleinste Bewegungen, Blickkontakte und deine eigene Körperhaltung klare Signale gibst, während er sich am Rand eines Kreises bewegt. Der Fokus liegt dabei nicht auf Druck, sondern auf Präsenz und Klarheit.

    Dieses Training macht Spannungen im Dialog sichtbar und hilft, eingefahrene Muster zu durchbrechen. Es ist eine faszinierende Möglichkeit, deine eigene Körpersprache bewusster einzusetzen und die deines Hundes zu verstehen. Mein Longierkurs bietet eine perfekte Mischung aus mentaler und körperlicher Auslastung und stärkt das Teamgefühl in einer entspannten Umgebung in Hof.

    Jetzt unverbindlich Platz sichern!

    Möchtest du dabei sein und die Chance nutzen, die Bindung zu deinem Hund auf eine ganz neue Art zu vertiefen? Dann sichere dir jetzt deinen Platz, bevor der Kurs startet. Fülle die Kursumfrage aus, um dich unverbindlich anzumelden.

  • Die neue Hundeschule in Hof!

    Ich freue mich riesig, dich und deine Fellnase auf meiner neuen Webseite tail-titans.de begrüßen zu dürfen. Hier dreht sich alles darum, wie du und dein Hund ein unschlagbares Team werdet! Gemeinsam entdecken wir, welche Superkräfte in euch stecken und wie ihr euer volles Potenzial entfalten könnt.

    Meine Philosophie ist einfach: Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen und dabei richtig viel Spaß haben. Ob für junge Wilde oder erfahrene Begleiter – ich helfe euch dabei, euer gemeinsames Hobby zu finden und ganz nebenbei die Superkräfte in eurem Hund-Mensch-Team zu entdecken.

    Dein Super-Training wartet schon!

    Damit ich sicherstellen kann, dass die ersten Kurse genau das bieten, was ihr euch wünscht, benötige ich deine Hilfe! Nimm dir kurz Zeit und fülle meine Kursumfrage aus. So kann ich herausfinden, welche Kurse du dir wünschst und dich unverbindlich vormerken lassen. Egal, ob du dich für Frisbee, Longieren, Agility, Hoopers, Tricksen, Apportieren oder andere spannende Kurse interessierst – hier in Hof wartet das passende Training auf euch.

    Gemeinsam durchstarten

    Ich kann es kaum erwarten, dich und deinen Hund kennenzulernen und gemeinsam in die Welt des Hundetrainings einzutauchen. Hast du Fragen zu meinen Kursen, zur Erziehung oder zu meiner Philosophie? Dann zögere nicht, mich zu kontaktieren. Ich stehe dir gerne mit Rat und Tat zur Seite, damit ihr zu einem echten Superteam werdet.

    Deine Sonja